
Vergiss Pommes mit Ketchup am Pistenrand. In den Skiferien frönt man dem wohlverdienten Lebensstil – so wie es die Reichen und Schönen tun. Ob St. Moritz, Aspen in Colorado oder Courchevel in den Savoyer Alpen: Diese Destinationen sind nicht nur für ihre Top-Pisten bekannt, sondern für ihren High-End-Lifestyle. Alles ist auf höchstem Niveau – Pisten, Hotels, Restaurants. Skifahren und Snowboarden spielen nur eine Nebenrolle; hier trifft sich, was Rang und Namen oder einfach viel Geld hat. Es geht um Sehen und Gesehenwerden. Hier sechs exklusive Skiorte rund um den Globus.
Aspen (USA) – das Mekka
Aspen ist das ultimative Ski-Mekka der Reichen und Schönen. Stars wie Leonardo DiCaprio oder Kendall Jenner gleiten hier über makellose Pisten, Paris Hilton erhielt hier sogar einmal einen Heiratsantrag. Die Atmosphäre in den Bergen Colorados ist VIP pur: exklusive Chalets, Après-Ski-Hotspots wie The Little Nell, High-End-Sushi im Matsuhisa. Bodenständiger gehts in der Woody Creek Tavern zu, berühmt durch Schriftstellerlegende Hunter S. Thompson. Dazu Luxus-Shoppingmeile und das Aspen Art Museum.

Gstaad (CH) – das Genussvoll-Diskrete
Wer unbemerkt bleiben will, steigt in Gstaad ab. Das schmucke Dorf im Berner Oberland steht für diskreten Luxus. Stars wie Madonna oder Valentino schätzen die Ruhe im Fünf-Sterne-Hotel Gstaad Palace; im hauseigenen Club GreenGo müssen Paparazzi draussen bleiben. Ex-Formel-1-Chef Bernie Ecclestone gefällt es so gut, dass er sich mit dem Hotel Olden gleich eine eigene Edel-Absteige zulegte. Mit 308 GaultMillau-Punkten und drei Michelin-Sternen funkelt es am Gastrohimmel – Inbegriff von zeitlosem Luxus.

Courchevel (F) – das Extravagante
Ein Sandwich für 52 Franken? Bitte sehr! Courchevel im Osten Frankreichs ist der wohl teuerste Luxusskiort der Alpen – hier tragen sogar die Gondeln Gucci (wenigstens als Werbeaufschrift). In der selbsternannten «Capitale mondiale du ski» gibt es die höchste Dichte an Sternerestaurants der Alpen und die meisten Fünf-Sterne-Palace-Hotels eines alpinen Feriendorfs; Zimmerpreise im vierstelligen Bereich – pro Nacht. Dazu exklusive Abenteuer wie Heliskiing oder Heissluftballonfahrten.

St. Moritz (CH) – der Luxus-Klassiker
Pelz oder Piste? In St. Moritz gibt es beides in Unmengen. Von George Clooney bis Kate Moss – alle lieben den Luxusferienort im Oberengadin. St. Moritz ist als Qualitätsmarke geschützt und steht für Stil, Eleganz und Klasse, dank Edelhotels, Sterne-Gastronomie und Sportevents wie dem Snow Polo World Cup, dem prestigeträchtigsten Winter-Poloturnier der Welt auf dem zugefrorenen See. Mit durchschnittlich 322 Sonnentagen und als Geburtsort des Wintertourismus zieht das Dorf seit 150 Jahren VIPs an. Übrigens: Gewusst wo, gibt es St. Moritz auch günstig.

Lech Zürs (A) – das Unscheinbare
Grosse Fünf-Sterne-Ketten sucht man in Lech Zürs vergeblich. Der ländliche Nobel-Skiort im österreichischen Vorarlberg steht für Understatement statt Glanz und Glamour: Luxus ja, aber entspannt. Das Hotel Aurelio oder das Severin’s sind luxuriöse, persönliche Hideaways – kein Wunder, liess sich auch Prinzessin Diana hier nieder. Stolz ist man, dass Heliskiing österreichweit nur hier möglich ist, auf dem Hausberg «Mehlsack». Dazu das Lichtkunstwerk Skyspace-Lech und eine Schlittenfahrt zum GaultMillau-Restaurant Rud-Alpe.

Whistler-Blackcomb (CAN) – das Actionreiche
Häuser mit 25 000 Franken pro Quadratmeter sind in Whistler (British Columbia, Kanada) keine Seltenheit. Das Dorf liegt zwischen zwei kieferbewachsenen Bergen, verbunden durch die längste und höchste Gondel der Welt. Whistler-Blackcomb verbindet Luxus mit Abenteuer; hier trifft sich Nordamerikas action-affine High Society – Heliskiing inklusive. Unter dem Motto «Ski what you can see» darf man die Pisten verlassen, stets unter Aufsicht der Ski Patrol. Gemütlicher gehts in der Fussgängerzone mit über 200 Läden und 150 Restaurants, und im Bearfoot Bistro wird Champagner mit dem Säbel geöffnet.

Dieser Artikel erschien im November 2024 in der Ausgabe MEN 2/24.


